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Kredit zum Schuldenausgleich

Mit Verbindlichkeiten Schulden tilgen. Eine Situation, die auf dem ersten Blick recht unlogisch klingt, schließlich sind Schuldner gegenüber ihren Gläubigern verpflichtet, die Schuld schnellstmöglich zu tilgen.

Im Faktor Zeit liegt ein Kredit zum Schuldenausgleich begründet. Mit dem frischen Geld lassen sich Altlasten binnen kurzer Zeit vollständig decken und eine geregelte Abzahlung der Schulden kann beginnen.

Meistens ist der Kredit zum Schuldenausgleich deutlich effektiver als ein Insolvenzverfahren.

Kredit zum Schuldenausgleich oder Insolvenzverfahren einleiten?

Aus Verbindlichkeiten werden Schulden. Können Schuldbeträge bedient werden, ist alles in Ordnung. Erst wenn das Bedienen der Schuldbeträge zu einer unüberwindbaren Hürde wird, spricht der Volksmund von Schulden.

Gläubiger ziehen bisweilen vor Gericht, um ihre Forderungen durchzusetzen, was für den Schuldner weiter hohe Kosten verursacht.

Diese lassen sich vorab vermeiden, wenn ein Schuldner gegenüber seinen Gläubigern glaubhaft macht, dass die Tilgung der Schulden das eigenständig erklärte Ziel ist.

Besonders häufig sind geschiedene Ehepaare von Schulden betroffen. Die Ehe zerbricht, bevor das Eigenheim vollständig finanziert ist oder der Unterhalt der Kinder bleibt aus und die Rechnungen können nicht mehr beglichen werden.

Mahnungen füllen den Briefkasten, bei vielen Menschen führt das gar zu Depressionen. Eine finanzielle Schuld kann auch Unternehmer treffen, etwa dann, wenn Kunden ihre Rechnungen nicht begleichen und alle finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, um das Unternehmen fortzuführen.

In solchen Situationen kommt es zur Entscheidungsfindung: Kredit oder Insolvenz? Bei einem Insolvenzverfahren müssen Betroffene über Jahre hinweg ihre Einkünfte offenlegen und können nur in Absprache mit einem Insolvenzverwalter Investitionen tätigen.

Ein solches Verfahren lohnt nur dann, wenn alle anderen Lösungen definitiv nicht umgesetzt werden können. Denn mit einem Kredit muss der Kreditnehmer keinesfalls über Jahre seine Einkünfte offenlegen und sein Einkommen wird nicht extern verwaltet, sodass also der Schuldner als Kreditnehmer Herr seiner eigenen wirtschaftlichen Lage bleibt.

Mit Gläubigern verhandeln, dann Kredit beantragen

Viele Schuldner sind häufig nicht handlungsfähig und nehmen den aktuellen Schuldenstand hin, der sich durch Mahnkosten und Zinsen fast täglich erhöht. Dabei ist es die Aufgabe eines Schuldner die Schulden zu regulieren und das kann nur funktionieren, wenn dieser mit den Gläubigern in Kontakt tritt und seine Position verhandelt, um diese zu stärken.

Schuldner sollten ihren Gläubigern eine Lösung anbieten, die akzeptabel für beide Seiten ist, aber durchaus Vorteile für den Schuldner verschafft. Verhandelt wird schließlich auch bei einem Insolvenzverfahren, denn dort erhalten Gläubiger nur das, was an Einkünften gepfändet werden darf.

In solch einem Fall wird das pfändbare Einkommen nach einem Verteilerschlüssel unter den Gläubigern aufgeteilt.

Da ein Insolvenzverfahren also Verluste für die Gläubiger verursacht, ist ein Schuldner durchaus in einer guten Verhandlungsposition. Viele Gläubiger nehmen Abstriche in Kauf, wenn diese nicht zu hoch ausfallen.

Schuldner müssen also erst die Gläubiger besänftigen und ihnen ein realistisches Angebot unterbreiten, mit dem Hinweis, dass die Summe schnellstmöglich zugestellt wird.

Die Tatsache, dass bei einem Kredit zum Schuldenausgleich der Gläubiger nicht mehr lange auf sein Geld warten muss, ermutigt viele Gläubiger ihre Forderungen zu reduzieren. Sollte sich ein Gläubiger nicht auf Kürzungen einlassen, dann gilt es, die volle Schuldsumme zu respektieren, da dieser sich sonst provoziert fühlt und wohlmöglich durch ein aufwendiges Rechtsverfahren die Schuld verteuert.

Ist die Kommunikation mit den Gläubigern abgearbeitet, kann der Kreditantrag vorangetrieben werden. Der Kredit zum Schuldenausgleich muss dann bei der Hausbank, Sparkasse oder einer Onlinebank beantragt werden.

Möglich sind zudem Investoren, die Darlehen zur Verfügung stellen. Im Internet können Kreditangebote jederzeit miteinander verglichen werden. Dabei gilt es auf die Details in den Geschäftsbedingungen zu achten und nicht gleich den erstbesten Kredit wählen.

Schuldnerkredite sind häufig mit besonderen Konditionen ausgestattet, es hilft durchaus zu erwähnen, wofür der Kredit verwendet wird.

Kreditnehmer mit einer negativen Bonität müssen ohnehin einen Nachweis erbringen, wofür das Geld verwendet wird und welche Sicherungen die Tilgung garantieren.

Mehr Vertrauen können Kreditnehmer damit erzielen, wenn diese einen Bürgen benennen, der gegebenenfalls bei einem Ausbleiben der Tilgungsraten, finanziell einspringt. Ein Bürge darf jede natürliche Person, welche mindestens die Volljährigkeit erreicht hat, sein.

Wichtig ist, dass der Bürge oder die Bürgin über ein geregeltes nachweisbares Einkommen verfügt oder bewegliche, wie unbewegliche Wertsachen vorweisen kann.

Zu den Wertsachen zählen hochwertiger Schmuck, Einkünfte aus Eigentum, Immobilien, Fahrzeuge, Versicherungen die eine Ausschüttung garantieren wie die Lebensversicherung, Sparbücher oder Konten, Erbe oder ähnliche Werte.

Die entsprechenden Belege sind als Garantie beim Kreditantrag beizulegen, sofern dieses vom Kreditgeber gewünscht wird.

Schulden gerecht und zügig tilgen

Ist der Kredit zum Schuldenausgleich beantragt, muss die Aufteilung beginnen. Jeder Gläubiger muss unverzüglich die vereinbarte Schuldsumme erhalten.

Dabei sollen Schuldner nur Überweisungen vornehmen und keine Barzahlungen tätigen, um später einen Nachweis vorzulegen, dass die Beträge tatsächlich getilgt sind.

Wenn mit dem Kredit zum Schuldenausgleich die Schulden eliminiert sind, müssen Schuldner mit einem Einschreiben bei der Schufa veranlassen, dass alle negativen Daten gelöscht werden.