offizieller Partner von 23 Banken

Ihr Ratgeber

Kredit trotz ausgeschöpften Dispo

Fast alle Banken räumen ihren Kunden auf dem Girokonto ein Überziehungslimit, kurz Dispo genannt, ein. Für die Nutzung fallen Zinsen an, die weitaus höher liegen, als bei einem Ratenkredit. Der Vorteil dieses Dispos ist, dass keine Rücksprache zur Nutzung erforderlich ist.

Bei der Rückzahlung sind die Kontoinhaber flexibel, denn es gibt keine festen Raten. Somit kann sich der Kontoinhaber mit dem Kontoausgleich Zeit lassen.

Doch ein solcher Dispo ist nicht ungefährlich und kann die Finanzen ordentlich durcheinander bringen. Ist er bereits ausgeschöpft, dann wird das Geld knapp.

Was geschieht, wenn ein Kredit trotz ausgeschöpften Dispo beantragt wird?

Der Dispo und seine Gefahren

Für den Kontoinhaber ist ein Dispo praktisch, denn schnell lässt sich damit ein finanzieller Engpass ausgleichen oder das eine oder andere Sonderangebot nutzen. Mit einem Dispo genießt man einen gewissen finanziellen Spielraum, den so mancher nicht mehr missen möchte.

Bei vielen sieht es jedoch so aus, dass nach dem Geldeingang der Dispo immer noch nicht ausgeglichen ist, weil er bis zum Limit ausgereizt wurde.

Wenn jetzt ein Darlehen benötig wird, sollte man tunlichst dieses nicht bei der Hausbank beantragen.

Der Berater der Bank schaut sich in den meisten Fällen das Girokonto an. Ein ausgeschöpfter Dispo wirft kein gutes Licht auf den Kontoinhaber, denn es wird damit signalisiert, dass er nicht mit Geld umgehen kann.

Das muss zwar nicht unbedingt zu einer Ablehnung führen, aber es könnten unangenehme Fragen gestellt werden. Der beste Weg für einen Kredit trotz ausgeschöpften Dispo führt über eine Online-Bank.

Bei einer Online-Bank fragt niemand nach dem Kontostand und der Verwendungszweck ist egal. Lediglich die Einträge in der Schufa werden kontrolliert.

Den Dispo ausgleichen

Bei der Überlegung nach einem Kredit trotz ausgeschöpften Dispo sollte man mit Bedacht vorgehen. Wenn es die finanziellen Mittel erlauben, dann sollte der Dispo mit in die Kreditsumme eingerechnet werden, damit das Konto ausgeglichen ist.

Es bringt nicht viel, einen Kredit zu knapp zu beantragen, wenn das Girokonto nicht ausgeglichen wird, zumal die kreditgebende Bank die Kreditsumme auf das Girokonto überweist.

Einen Kredit trotz ausgeschöpften Dispo lohnt sich eigentlich nur dann, wenn damit das Girokonto ausgeglichen wird. Sich zusätzlich noch weitere Zahlungsverpflichtungen aufzuhalsen, wäre unsinnig.

Zunächst sollte man über die Umschuldung nachdenken und alle Wünsche hinten anstellen. Irgendwann kommt das böse Erwachen, wenn die kontoführende Bank das Konto ausgeglichen haben will.

Fehlt das Geld für den Ausgleich, kann es schwerwiegende Konsequenzen für den Kontoinhaber nach sich ziehen.

Auf einen Dispo verzichten

Wer mit den Finanzen Probleme hat, sollte grundsätzlich auf einen Dispo verzichten und die Bank bitten, diesen zu streichen. Bleibt er bestehen, dann verführt das nur.

Es gibt Konten, bei denen ein Dispo erst gar nicht eingeräumt wird. Das sind die sogenannten Guthabenkonten, die einige Banken mittlerweile zur Verfügung stellen. Hier wird gleich bei der Kontoeröffnung festgelegt, dass eine Überziehung nicht möglich ist.

Das Girokonto kann zwar für alltägliche Buchungen genutzt werden, aber ins Minus rutschen geht nicht. Lastschriften oder Überweisungen werden bei einer nicht vorhandenen Deckung abgewiesen.