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Kredit nach Scheidung

Eine Ehe-Scheidung ist stets ein überaus besonderes Thema im Leben eines Menschen, da sich die Gegebenheiten in vielen Fällen von jetzt auf gleich von Grund auf ändern.

In vielen Fällen wird im Zuge einer Ehescheidung ein gemeinsames finanzielles Leben auseinanderdividiert und insbesondere dann, wenn noch Eigentum oder gar Kinder von der Scheidung betroffen sind, wird die einvernehmliche Einigung nach der Trennung besonders schwierig.

Nicht selten muss das gemeinsame Haus, einst Heimat für das Ehepaar bzw. die Familie, nach der Trennung veräußert werden und wer sich mit dem Markt auskennt wird wissen, dass dieses Unterfangen sehr häufig mit großen finanziellen Verlusten einhergeht.

Wenn das Haus noch nicht abbezahlt ist und der restliche Kreditbetrag bei der Bank den Veräußerungswert der Immobilie übersteigt ist ein Kredit nach der Scheidung nicht selten der letzte Ausweg aus der finanziellen Not.

Gerade bei derartigen Situationen gibt es jedoch eine wahre Vielzahl von Dingen, die der betroffene Mensch beachten muss.

Nicht blindlings das erste Angebot annehmen

Sicherlich mag der Umstand stimmig sein, dass eine Scheidung den Menschen emotional belastet. Gerade dann, wenn der eine Part den anderen Menschen noch liebt, ist eine Ehescheidung sehr schmerzlich und wirft den Menschen sprichwörtlich aus der Bahn.

Die Gewohnheiten des gemeinsamen Lebens ändern sich auf einen Schlag und der Mensch muss nunmehr sehen, wie er sein künftiges Leben auf eigene Faust organisiert.

Die Geldbeträge, die bei einer Ehescheidung plötzlich zu zahlen sind, können mit einem einfachen Gehalt in vielen Fällen nicht ausgeglichen werden, so dass der Kredit nach der Scheidung zum großen Thema wird.

Viele Menschen wissen nicht, dass sich mit der Scheidung auch die Bonität und der Schufa-Wert des Menschen ändert, da aus zwei Kreditnehmern plötzlich nur noch ein einziger wird.

Der Gedankengang „Ich brauche dringend Geld, ich brauche dringend einen Kredit nach der Scheidung“ wird bestimmend in der Psyche des Betroffenen und der Gang zur Hausbank führt ebenfalls in vielen Fällen zur Ernüchterung. Die fast schon logische Folge hieraus ist eine gewisse Panik und Existenzangst, die jedoch als größtes Problem erst einmal aus der Welt geschafft werden muss.

Fakt ist, das Leben geht immer weiter und wenn der Mensch einen kühlen Kopf bewahrt, so kann er auch einen Kredit nach der Scheidung erhalten.

Obgleich es nachvollziehbar erscheint, dass das erste Angebot eines Kredits nach der Trennung als Hoffnung angesehen wird, so kann der Mensch hier durchaus viele Fehler machen.

Das erste sich bietende Kreditangebot sollte auf jeden Fall nicht blind angenommen werden, die Konditionen sowie ein effektiver Kreditkonditionenvergleich sind auch in der schlimmsten Situation noch möglich.

Worauf sollte geachtet werden?

Sicherlich mag zum direkten Zeitpunkt der Scheidung das Geld eine regelrechte Mangelware sein, doch sollte der Mensch gerade bei einem Kredit nach der Scheidung bereits an morgen denken.

Sind die Finanzen nach der Ausnahmesituation Ehescheidung erst einmal sortiert, so kann es durchaus finanziell wieder etwas besser aussehen. Aus diesem Grund sollte der Kredit, der nach der Ehescheidung aufgenommen wird, die Möglichkeit der kostenlosen Sondertilgung beinhalten und überdies natürlich in der Zinsbelastung nicht allzu hoch angesetzt sein.

Viele Banken bieten natürlich einen Kredit für Menschen, die eine Scheidung hinter sich haben, an und veranschlagen das Kreditausfallrisiko extrem hoch an.

Im Zuge von persönlichen Gesprächen jedoch kann der Betroffene deutlich machen, dass die Scheidung nun einmal eine Ausnahmesituation darstellt und dass der Kredit nach der Scheidung auf jeden Fall zurückgeführt wird.

Selbstverständlich sind Sicherheiten in Form eines sicheren Arbeitsplatzes sowie persönlicher Pfandgegenstände als positiv für den Kredit anzusehen doch können auch Menschen, die über derartige Sicherheiten nicht verfügen, günstigere Konditionen herausverhandeln.

Als Sicherheit kann zudem ein Bürge aus der Familie fungieren, der für den Fall des Kreditausfalls einspringt.

Wenn die finanzielle Situation nach der Scheidung wieder besser wird sollte der Kreditantragssteller auf jeden Fall die Möglichkeit haben, den Kredit nach der Scheidung ohne die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuführen.

Diese Vorfälligkeitsentschädigung ist in den meisten Fällen, in denen Immobilien nach der Scheidung veräußert werden müssen, der Grund für eine Kreditaufnahme.

Damit der Betroffene nicht sprichwörtlich vom Regen in die Traufe gerät sollte daher darauf geachtet werden, dass der neue Kredit eben keine Vorfälligkeitsentschädigung vorsieht.

Das Wichtigste ist, dass der Mensch nicht in Panik gerät und erst einmal einen kühlen und nüchternen Blick auf das Marktangebot wirft.

Das Internet kann hierfür ein sehr guter Ansatz sein und selbstverständlich sollte die kreditgebende Bank, bei welcher der Betroffene den Kredit nach der Scheidung beantragen möchte, eine schufafreie Kreditanfrage ermöglichen.

Auf diese Weise bleibt der Schufa-Wert des Betroffenen nach der Scheidung unangetastet, was im Zuge des Kreditvergleichs dem Menschen deutlich bessere Karten in die Hand gibt.

Werden alle diese Ratschläge, die sicherlich die emotionale Sondersituation des Betroffenen ein Stück weit außer Acht lässt, beherzigt sollte der Kredit auch nach der Ehescheidung ohne weitere Probleme möglich sein.