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Kredit für Erbschaftssteuer

Ein Erbe ist immer mit dem Verlust eines geliebten Menschen verbunden. Erben bedeutet leider auch Konflikte auszutragen, vor allem dann, wenn die Erbbegünstigten keine Einigung finden und sich von der Erbaufteilung benachteiligt fühlen.

Dazu kommt, dass der Staat an jedem Erbe seinen Anteil geltend macht und durch die Erbschaftssteuer klar definiert, wie hoch der jeweilige Anteil ist.

Damit vom Erbe am Ende etwas übrig ist, sollte der Kredit für Erbschaftssteuer beantragt werden. Die Rückzahlung kann auch durch Mitantragsteller gewährleistet werden.

Erbschaftssteuer – Fluch für die Erben

Wann wird eigentlich eine Erbschaftssteuer fällig? Eine Frage, die Graubereiche zulässt, das meiste an Erbgut jedoch klar definiert. Im Graubereich liegen Sachgegenstände des täglichen Lebens.

Wenn also Erben nach dem Ableben des Verwandten den Fernseher aus der Wohnung oder dem Haus mitnehmen, ist das im Grunde bis zur Erbregelung nicht gestattet, kommt aber in den besten Familien vor.

Die Kleidung, mag diese noch so wertvoll sein, ist kein Teil, der zu den Vermögenswerten eines Erbes gezählt wird.

Einrichtungsgegenstände können nur dann herangezogen werden, wenn es sich dabei um sehr wertvolle Stücke handelt oder um das liebe goldene Besteck, von dem ein anderer Erbberechtigter durchaus profitieren könnte.

Deshalb sollten Erben mit dem Nachlassverwalter sprechen, bevor Vermögenswerte aus den Wohn- oder Geschäftsräumen des Verstorbenen geschafft werden.

Die Erbschaftssteuer wird auf besondere Luxusgüter, Immobilien, Versicherungen, Anlagen wie Aktien oder Vermögensbriefe, Guthaben auf Spar- oder Griokonten, Bargeld, Anteile an Unternehmen, Fahrzeuge sowie Einkünfte aus Verpachtung oder Vermietung erhoben.

Das soll nur ein kleiner Einblick darstellen, weitere Erhebungen können im Einzelfall abweichen oder diese ergänzen.

Warum einen Kredit für die Erbschaftssteuer?

Wenn das Erbe ausreicht, um die Erbschaftssteuer umgehend zu zahlen, dann wird kein Kredit für Erbschaftssteuer benötigt. Aber wann ist das schon der Fall?

Ein kleines Beispiel, wann eine Erbschaftssteuer unumgänglich ist: ein Sohn ist alleiniger Erbe des Vermögens seiner Mutter. Diese hinterlässt neben einem geringen Betrag auf dem Griokonto eine Immobilie, das Eigenheim, welches sie und ihr Mann einst erbauten.

Für das vererbte Eigenheim beansprucht der Staat eine Erbschaftssteuer. Da der Sohn als mittelständiger Arbeitnehmer kein besonders Barvermögen besitzt und auch sonst keine Vermögenswerte zu Geld machen kann, wird ein Kredit für die Erbschaftssteuer fällig.

Denn nur damit lässt sich garantieren, dass der Sohn die Immobilie künftig selber bewohnen kann.

Bei mehreren Erben wird die Situation etwas komplexer, denn hier müssen die Vermögenswerte, die ein jeder erhält, gesplittet sein, andernfalls wird auf das gesamte Erbvermögen die Erbschaftssteuer berechnet und alle Erben werden mit dieser zu gleichen Anteilen belastet.

Ist für Erben, denen nur geringe Werte zugesprochen werden, ein großer Nachteil. Zu bedenken gilt, wurden Erben im Testament nicht berücksichtigt, erhalten diese einen Pflichtanteil, von diesem wird selbstverständlich ebenso eine Erbschaftssteuer fällig.

In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass noch vor der Erbübergabe die Erbschaftssteuer berechnet und fällig ist.

Um die Zeit zu überbrücken und keine Nachteile beim Finanzamt zu riskieren, kann ein Kredit für die Erbschaftssteuer sinnvoll sein, um den Betrag umgehend beim Finanzamt auszugleichen.

Ein Kredit für die Erbschaftssteuer ist durch seine besonderen Konditionen besonders häufig gewählt, weil die Zinslast unter dem eines Konsumkredits liegt.

Nachteile bei einem Kredit für die Erbschaftssteuer

Ein Kredit bedeutet immer eine finanzielle Belastung. Es kommt vor, dass ein Erbe so gering ausfällt, dass die Nebenkosten zu hoch sind, um diesen anzunehmen.

Für Verwandte oder Erbbegünstigte, die im nahen Umfeld mit dem Verstorbenen zu tun hatten, ist der Einblick in die ungefähren Vermögenswerte möglich und im Notfall gilt es, das Erbe einfach abzulehnen.

Für Begünstigte, die im distanzierten Verhältnis zum Verstorbenen stehen, ist die Einsicht schwieriger und deshalb gilt es, vorab Informationen beim Erbnachlassverwalter einzuholen oder bei Personen, die Einblicke in die Vermögenswerte hatten oder haben.

Es rentiert sich nicht ein Erbe anzunehmen, dessen Erbschaftssteuer am Ende ein Minusgeschäft bedeutet. Es gilt nicht dem Staat Geld zukommen zu lassen, dass im Grunde nicht vorhanden ist.

Ein Kredit sollte nur dann aufgenommen werden, wenn der genaue Sach- oder Vermögenswert sichergestellt ist, ansonsten fällt wohlmöglich der eigentliche Wert des Erbes geringer aus und der Kredit wurde zu hoch angesetzt.

Erbschaftssteuer – wo wird diese fällig?

Die endgültige Erbschaftssteuer ist in dem Land in voller Höhe zu entrichten, in dem der Verstorbene zuletzt amtlich gemeldet war.

So kommt es zu unterschiedlichen Regelungen, ein einheitliches europäisches Erbschaftsgesetz gibt es nicht im vollen Umfang.

Ein Kredit für die Erbschaftssteuer muss hingegen in dem Land beantragt werden, wo der Erbe seinen amtlichen Wohnsitz hat. Der Ausgleich kann durch eine SEPA-Überweisung erfolgen, wenn zuvor das Konto vom ausländischen Finanzamt bekannt ist.